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Was der „Gefällt-Mir“-Button von Facebook alles überträgt

Vielleicht habt ihr es mitbekommen. Momentan gibt es eine große Datenschutzdebatte um den Gefällt-Mir Button von Facebook. In Schleswig Holstein werden große Unternehmen und Regierungsstellen ab dem 1. Oktober abgemahnt und sollen bis zu 50.000 Euro Strafe zahlen, wenn sie den Button weiterhin auf ihren Seiten einbauen. Doch warum die ganze Aufregung?

Thilo Weichert, Landesdatenschützer aus Schleswig Holstein, macht seine Androhung damit wahr und geht gegen Seitenbetreiber vor, welche den Like-Button implementieren. Der Debatte vorausgehend war die Fragestellung: „Welche Daten werden beim Klicken des Gefällt-Mir Buttons an Facebook übertragen?“.

Facebook hat dazu nun Stellung bezogen. Man unterscheidet zwischen drei Personentypen

  1. Personen, die über kein Facebook-Profil und auch nie auf der Seite waren: von diesem Personentypus wird lediglich die IP anonymisiert an das Social Media Netzwerk übertragen. Deutschland hat in puncto Anonymisierung eine weltweite Ausnahmestellung inne.
  2. Mitgliedschaftslose Personen, die das Netzwerk mehr als einmal besucht haben: Von ihnen wird ein „Data-Cookie“ erstellt. Damit soll „schadhaftes Verhalten“ entdeckt werden, bspw. bei Spammern oder vermehrten Login-Fehlschlägen.
  3. Personen mit Facebook-Account: hier werden gleich eine ganze Reihe von Daten übermittelt und für bis zu 90 Tage gespeichert. Darunter das Datum, die Uhrzeit des Seitenaufrufs, die URL und der Browsertyp. Laut Facebook dienen diese Daten der Verbesserung des eigenen Dienstes.

Facebook machte auch klar, dass die Betreiber von Seiten keinerlei Zugang zu den Datensätzen haben und auch nicht in der Lage wären die zu beziehenden Daten festzulegen.