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Buenos Aires – Topographie des Transpirierens

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Je nachdem, wem man nun die Schuld zuschieben möchte. Entweder ist Mutter Natur oder Gott daran schuld, dass wir schwitzen. Irgendwann in ferner Zeit dachte sich jemand, dass es doch eine herrliche Idee wäre den Körper vor Überhitzung zu schützen und hat sogleich das Transpirieren eingeführt.

In einem schwül warmen Land wie diesem, hatte ich nun ausreichend Gelegenheit mich der Thematik anzunehmen und habe sozusagen eine Landkarte der Schwitzzonen entwickeln können, die Topographie des Transpirierens. Die Bilder verdeutlichen wo viel geschwitzt wird (blau) und wo wenig bzw. gar nicht (rot), ganz gleich wie groß die Anstrengung auch ist.

Für mich am erstaunlichsten ist die Tatsache, dass manche Menschen selbst bei Anstrengung offenbar gar nicht schwitzen. Wo ich in der Muckibude schon zerfließe, sieht man bei denen nicht mal eine Schweißperle auf der Stirn. Überhaupt scheinen die Menschen hier hervorragend angepasst zu sein. Wenn ich mir überlege was für verschwitzte Säcke ich in Berlin bei 30º erdulden muss, dann ist das hier die reinste Trockenzone.

Ich selbst bin natürlich nicht halb so gut angepasst und habe ausgiebig testen können, wo und wann ich schwitze. Dabei ist eines erstaunlich. Ich schwitze nicht an den Oberschenkeln. Immerhin 🙂 Schienbein, Rücken, vorderer Bauch und natürlich Gesicht, wobei da eher nur Stirn und Nasenrücken, aber die Oberschenkel bleiben hart, bzw. trocken. Faszinierend.

Daneben ist mir aufgefallen, dass die Menschen hier gerne mal einen Spritzer mehr Parfum nehmen, als wir es tun. Das kann mitunter sehr erfrischend sein, aber erinnert beim falschen Parfum auch an ein riesiges Frauenhaus, samt Männern.

Es ist, wie so oft, der Kampf des Menschen gegen die Natur und die „Spuren“ sind auch hier deutlich sichtbar…