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Buenos Aires – seine Eigenheiten

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Ihr habt schon einiges über Buenos Aires erfahren. Seine schönen, als auch seine Schattenseiten. Heute möchte ich euch seine außergewöhnlichen Seiten zeigen, seine Eigenheiten, oder ist es ihre? Wie dem auch sei, wagt ein Blick in eine andere Welt.

Das hier alles gemächlicher von statten geht, habe ich ja schon mal erzählt. Auf einem der Fotos seht ihr einen Mann mit dem Rücken zu euch stehen, vor einem mit Gitterstäben verbarrikadierten Gebäude. Tag für Tag komme ich daran vorbei auf meinem Weg zur Arbeit und sehe nun ungelogen seit mindestens einer Woche, wie der Kerl die Gitterstäbe streicht. Eine Woche! Eine kleine Siesta übermannte auch den Bauarbeiter auf dem nächsten Foto. Tja, man nimmt die Dinge eben wie sie kommen 😉

Die Porteños haben wie es scheint eine Schwäche für Demonstrationen. So kommt es mindestens alle zwei, drei Wochen vor, dass sie protestierend über eine der verkehrsreichsten Straßen laufen und den Verkehr damit lahm legen. Doch gestreikt wird hier auch, indem man dann auf der so leer gewordenen Straße Fußball spielt.

Und wenn es ein Laster gibt, welchem hier nach Herzenslust gefrönt werden kann, so ist das sicherlich das Rauchen. Kein Wunder, kostet doch eine normale Packung hier gerade mal rund ein, zwei Euro. Da freut sich die Raucherlunge. Das es hier jedoch nicht nur normale Packungsgrößen gibt, beweist eines der Bilder auf eindrucksvolle Weise.

Neben dem Rauchen ist Mate Tee, das Nationalgetränk, wohl das zweite „Laster“. Doch im Unterschied zu so ziemlich allem anderen, trinkt man den hier für gewöhnlich auch amargo = bitter. Denn ansonsten ist hier alles mit dulce de lece, also Süßkram, ähnlich dem Karamel, versetzt. Nichts, was es nicht con dulce de lece gibt und stumpfe Zähne macht!

Wer sich über das Foto mit dem Taxi wundert, dem geht es wohl wie mir, als ich das erste Mal an einer dieser Tankstellen vorbei gekommen bin. Denn obwohl es hier auch wie bei uns übliche Tanks gibt, scheint es gerade bei Taxen üblich zu sein, sie wie auf dem Bild zu sehen zu betanken. Tja, reine Gewöhnungssache.

Ach, und solltet ihr auf der Straße mit boludo (Spast) angesprochen werden, so ist das fast ein Freundschaftsbeweis. Man nennt so ziemlich jeden boludo und es gibt so ziemlich keine Situation, in der es nicht passen würde.

Also boludos, bis zum nächsten Beitrag…