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Buenos Aires – reine Gewöhnungssache

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In einem Land, soweit entfernt von dem unseren, gibt es natürlich die eine oder andere Sache, an die man sich zunächst gewöhnen muss. Manche Umstellung gelingt freilich schneller, als andere. Doch wir sind ja alle flexible, anpassungsfähige Menschen 😉

Etwas an das ich mich bisher noch immer nicht so recht gewöhnt habe, ist der Begrüßungsschmatzer zwischen Männern. Ich muss gestehen, dass ich das ja eher von der osmanischen Bevölkerung kenne und dem immer etwas skeptisch gegenüberstand. Aber um nicht noch zusätzlich als Touri aufzufallen, indem man jahrhundertealte Sitten und Gebräuche missachtet, lässt man sich dann auch von Kerlen einen saftigen, verschwitzten Schmatzer aufdrücken 😉

Ich habe hier auch den Sinn und Zweck eines Katalysators lieben gelernt. Von den Bussen, die ungefähr die Lautstärke einer Bassbox in einem Club haben, berichtete ich ja bereits. Das diese Dreckschleudern einen auch mal gerne mit Ruß vollpusten und die Lunge hier in einigen Monaten wohl so viel Abgase einatmet, wie man sie in Deutschland wohl nur abbekommt, wenn man ein Jahr an einem Auspuff inhaliert, ist dann auch auf der To-Do Liste der Gewöhnungspunkte.

Als Fußgänger zwischen all den Autos lebt es sich mitunter nicht ungefährlich. So bedeutet hier rot bei einer Ampel auch tatsächlich rot. Und wer dann noch über die Straße geht, ist lebensmüde. Auch gibt es nicht so etwas wie eine Wartezeit. In dem Moment, da die eine Ampel auf rot springt, wird die andere grün, zack!

Von dem günstigen Essen habe ich ja nun auch schon des Öfteren berichtet, doch was ich am Mittwoch erleben, fühlen und schmecken durfte, hat dem ganzen die Krone aufgesetzt. Ich war im Marini, einem Restaurant mit verschiedenen Spezialitäten mit einem All You Can Eat Buffet. Wenn auch ihr das Golden Coral aus Orlando kennt, habt ihr eine Vorstellung, wie es im Marini aussieht. Ich habe gedacht gute 13$ sind unschlagbar, doch dieses Restaurant bietet euch alles was ihr möchtet und schafft das für umgerechnet 6€. Der absolute Wahnsinn. Mein Speiseplan sah dann wie folgt aus:
Drei verschiedene Steaks und dazu Kartoffelpüree
Nochmal ein Steak, diesmal aber mit einem Hähnchenflügel und Pommes
Zur Abwechslung gab es dann Pasta Bolognese
Mist, hab ich doch den Salat vergessen. Kein Problem. Frisch zubereiteter Cesar Salad mit Hähnchenstreifen und Croutons.
Für die Figur gab es anschließend Crêpes mit Apfel und Vanille + Schokoeis.
Das Dessert wurde dann mit verschiedenen Obstsorten, kleinen Törtchen, einem richtigen Tortenstück und noch mehr Obst vollendet.

Ein Traum sag ich euch und ich bin auch dementsprechend rausgerollt 😉