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Erste Eindrücke aus Buenos Aires

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Was für eine Stadt. Ich würde sagen Buenos Aires ist wohl einer der interessantesten Moloche, die ich kenne. Eine Stadt, die nie wirklich zu schlafen scheint und einiges bietet.

Ich kann selbstverständlich noch nicht viel sagen, und vielleicht erweist sich einiges später als falsch, aber ich habe die Stadt bisher ebenso kennen gelernt, wie ich es euch beschreiben werde.

Für Frauen gibt es hier eine Straße (Libertad), welche das Paradies zu sein scheint. Ungefähr sechs Blocks lang, reiht sich hier Juwelier an Juwelier und es dürften so um die 100 Geschäfte sein. Selbst ohne stehen zu bleiben, habe ich 10 Minuten gebraucht um an allen vorbei zu laufen. Damit die Männer wohl durchhalten, bzw. die Liebste begleiten gibt es jeweils am Anfang und Ende ein paar Geschäfte für Autozubehör und in der Mitte einen kleinen Laden für Heimwerkerzubehör.

Hier in BsAs (so habe ich es irgendwo als Abkürzung gelesen) findet man den Slum direkt gegenüber dem neu renovierten, von Security bewachten, Haus. Und auch die Pennerecken, oder einfach mal eine Stelle, wo anscheinend jeder sein Müll hinwirft sind normal. Ansonsten ist es hier jedoch relativ sauber. Sogar die Kakerlaken sind sauber. Ich z.B. durfte gestern Morgen, als Frühsport, eine Kakerlake von meiner Shampooflasche verjagen, fangen und in die ewigen Jagdgründe schicken. Ein Spaß sag ich euch.

Das Zimmer selbst könnt ihr ja auf den Bildern bewundern. Es liegt zu Straße hin, was bei den vorbeifahrenden Bussen dann mitunter bedeutet, dass man das Gefühl hat in einer Bassbox zu schlafen. Die Busse hier wirken und hören sich so an, als würden sie unmittelbar vor der Explosion stehen, aber das scheint normal zu sein.

Auch interessant fand ich die Kellner, welche um die Häuser „ziehen“ mit nem Käffchen auf dem Tablett. Ich habe nur noch nie gesehen, wer sich da so fürstlich bedienen lässt.

Ein Bild habe ich euch auch von der Avenida 9 de Julio mitgeschickt. Die Straße ist so breit, dass man munkelt so mancher wäre beim überqueren um ein Jahr gealtert 🙂

Mein Abendprogramm bestand in den letzten zwei Tagen aus einem Percussion-Konzert von „la Bamba de Tiempo“ und einer Art Jam Session. Das Konzert war der Wahnsinn. Ca. 10 Typen, die ununterbrochen auf der Bühne wie wild rumtrommeln. Wenn ihr Matrix Reloaded (Link zur Tanzszene) gesehen habt und euch an die tanzenden Leute in Zion erinnert, wisst ihr in etwas, was ich meine. Man hat geschwitzt, getanzt, geklatscht und einfach Spaß gehabt. Danach hab ich auch wie ein Stein geschlafen. Und dann waren wir noch in einer Bar, wo verschiedene Leute auf die Bühne gegangen sind und gesungen haben. Auch very nice gewesen.
Sowieso hat man mir hier erzählt, dass der Partyrhythmus etwas anders ist, als ich es gewohnt bin. Hier fängt man um 2 Uhr morgens an Party zu machen und das bis 7, geht dann arbeiten und anschließend schlafen.

Das sollte fürs Erste genügen. Ich geh dann mal fix in den Supermarkt, von denen es hier gefühlte zehntausende gibt (gleiches gilt für Zeitungsstände und Kioske) und werde anschließend mal die Sonnenterasse ausprobieren. Dabei aber natürlich Spanisch lernen 😉