Type & hit enter to search

Probandendasein – Tag 2

[nggallery id=20]

Der zweite Tag war geprägt von Schmerzen, körperlicher und seelischer Natur. Ein Martyrium sondergleichen und mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen, fast 🙂

Zunächst einmal wurde man gegen seinen Willen um halb sieben geweckt, da die EKG-Messgeräte schon mal eingeschaltet werden mussten. Was folgte, war ein nicht enden wollender EKG-Marathon, mit schätzungsweise fantastillionen Messungen. Dazu wurden einem erst mal lauter tolle Aufkleber für die Kabel an den Körper gepappt. Doch nicht einfach so, neeeeein. Zunächst durfte ich betreffende Stellen mit einem Einwegrasierer frei machen, ihr könnt euch vorstellen, was für ein Spaß das ist. Anschließend wird die Stelle desinfiziert. Jeder der mal eine Wunde hat und Alkohol darüber gekippt hat, weiß welch Vergnügen das ist. Anschließend folgt die Krönung. Mit Schleifpapier, ja Schleifpapier, wird die leicht gerötete und ein klitzeklein wenig empfindliche Stelle noch malträtiert, damit die Kleber auch gut haften, sollte man meinen. Denn weil es so viel Spaß gemacht hat, vor allem den Ärzten, hatte ich das besondere Privileg diese Prozedur dreimal mitmachen zu dürfen, da die „Ableitungen“, sprich Messungen nicht genau genug waren, aaargh!

Es war also ein ewig wiederkehrender Kreislauf aus EKG, Blutdruckmessung, Blutabnahmen, Hinsetzen, Hinlegen, wieder EKG usw. Hatte ich erwähnt, dass man von 07.00 Uhr bis ca. 13.00 nüchtern bleiben musste, also kein Essen oder Trinken?

Zum Abend hin wurde es dann etwas ruhiger und man durfte auch mal wieder etwas Essen. Der Snack zum Schluss fiel jedoch mehr als dürftig aus. Zwei Knäckebrotscheiben, etwas Quark und sage und schreibe zwei ganze Scheibchen Gurke und ein halbes Salatblatt. Ich war danach pappsatt, wie ihr euch vorstellen könnt 😉