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AIG in der Finanzkrise

Die AIG war einst weltweit der größte Versicherungsnehmer, liegt heute aber hinter der Allianz SE und der ING Groep. Das Unternehmen bietet Versicherungen an bis zu 74 Mio. Kunden, darunter Firmen, Großunternehmen, Städte und Gemeinden. Man kann sich also leicht vorstellen, das hier eine Menge „dranhängt“. Im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise erlangte die AIG unrühmliche Popularität. Mit einem Quartalsverlust von 61,7 Mrd. US-Dollar war es der bislang höchste Verlust eines Unternehmens seit Menschen Gedenken. Insgesamt belief sich der Verlust allein im Jahr 2008 auf 99,3 Mrd. Dollar.

Schon 2007 haben sie einen Quartalsverlust von 53 Mrd $ hinnehmen müssen, woraufhin sie die FED (Amerikanische Notenbank) um einen Überbrückungskredit von schlappen 40 Mrd. gebeten haben. Weil die FED in Spendierlaune war, haben sie dann auch gleich mal 85 Mrd. $ zugesichert, im Gegenzug dann aber auch mal eben 79,9% der Aktienanteile mitgenommen. Um es einfacher auszudrücken, einer der größten Versicherungskonzerne der Welt befindet sich jetzt mehr oder minder in „staatlicher“ Hand.

Doch damit nicht genug, da diese Unsummen an Geld immer noch nicht reichten, um den Konzern am Leben zu halten, hat die US-Regierung weitere Finanzspritzen in Höhe von 120 Mrd. Dollar genehmigt, aus der Portokasse versteht sich.

Das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel bezeichnete AIG 2009 als „Die gefährlichste Firma der Welt“ und veröffentlichte eine Titelgeschichte darüber, „Wie der amerikanische Versicherungskonzern AIG die Banken ins Risiko und die Finanzwelt fast in den Kollaps trieb“

Quelle: wikipedia.de