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Ärzten geht‘s schlecht?

Ich dachte mir, heute bist du mal spontan! Gehst einfach mal zum Arzt und berichtest von deinen Wehwechen. Da passte es natürlich auch ganz hervorragend, dass der Hautarzt, als auch der Hausarzt (zumindest sollte es dieser zukünftig werden) in einem Gebäude waren. Natürlich hatte ich keinen Termin, denn man weiß ja so selten, dass man vorher krank wird. Allerdings hatte ich nicht mit den ambivalenten Gefühlen von Arzthelferinnen und dem desolaten Ärztekodex gerechnet.

Meine erste Station führte mich zum Hautarzt. Es sollte eine kurze Konsultation werden, nichts Großes. Hingehen, angucken, fertig. Doch es kam anders…Schon am Empfang wimmelte man mich großzügig ab und so habe ich für eine Begutachtung beim Arzt einen Termin Mitte Oktober bekommen. Mitte Oktober, wir haben jetzt Mitte August! Leicht irritiert ging ich daraufhin kurzerhand ein Stockwerk höher zum Hausarzt. Doch auch hier erlebte ich eine böse Überraschung. Man teilte mir nämlich nett, aber bestimmt mit, dass man einen Aufnahmestopp für neue Patienten hätte. Bitte was?! Aufnahmestopp? Was ist denn mit hypokratischem Eid und so? Ich dachte die müssen einem helfen? Anscheinend nur, wenn sie einem vorher schon mal geholfen haben, oder man Privatpatient ist. Denn Kassenpatienten, werden auf zwei Monate später vertröstet, oder eben gar nicht erst angenommen.

Da soll mir nochmal jemand sagen, Ärzten ginge es schlecht, denn mein Geld und das meiner Krankenkasse wollten sie offensichtlich nicht haben. Die Malteser Hippie-Bande vor der Tür, schien da schon von ganz anderem Kaliber. Die hätten nichts lieber gemacht, als mir das Geld aus der Tasche zu ziehen für arme Kinder und sonstigen Spenden.

Aus lauter Frust bin ich dann Shoppen gegangen. Hose (60€) und T-Shirt (15€). Nach nettem Zureden gab mir der Verkäufer das T-Shirt dann auch umsonst. Ich bemängelte ein paar Nähte an der Jeans 🙂 Mein Geld bin ich also schlussendlich doch noch los geworden, Gott sei dank…

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