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Forschung aktuell – Alkoholsucht, die Gene sind schuld

Endlich eine wissenschaftlich fundierte Ausrede zur Alkoholsucht haben, ein Traum wird wahr 🙂 Laut neuesten Studien ist das Hormon Ghrelin dafür verantwortlich eine Belohnung im Gehirn auszulösen, wenn man hochprozentiges konsumiert – zumindest bei Mäusen. Ghrelin ist darüber hinaus für Hungergefühle verantwortlich und steuert so uns Hunger- und Durstverlangen.

Um zu testen, wie und ob das Hormon nun bei der Alkoholabhängigkeit eine Rolle spielt, wurde es Mäusen direkt ins Gehirn gespritzt. Betroffene Mäuse hatten nun die freie Wahl zwischen reinem Wasser und alkoholischen Flüssigkeiten und ca. 45% mehr Mäuse entschieden sich nun für den Fusel. Wurde das Hormon geblockt, verspürten die Mäuse hingegen weniger Verlangen nach dem Alkohol, da das Belohnungszentrum in Form von Dopamin nicht mehr ansprach bei Alkoholkonsum.

Sollten sich diese Ergebnisse auf Menschen übertragen lassen, ist es leicht vorzustellen, dass der Kampf gegen den Alkoholismus auf eine neue Stufe gestellt wird. In Europa stirbt 1 von 10 Menschen an den Folgen des Trinkens.

Die Frage, die ich mir stelle ist ja eigentlich: „Kann man diesen Belohnungseffekt nicht noch verstärken?“ 🙂 Sich sozusagen beim Saufen noch besser fühlen? Das wäre doch mal eine Marktlücke. Das Zeug könnte ja auch als Diätmittel genutzt werden. Wenn ich mich nach dem Essen nicht mehr so gut fühle, würde ich es sicher auch minimieren, siehe Essorgasmus. Weniger Saufen und Fressen, neeeeeein. Das ist doch kein Leben…