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Handys über die Luft aufladen

Induktionsspannung ist dem einen oder anderen vielleicht schon ein Begriff. Wir finden sie mittlerweile schon vielfach im praktischen Einsatz, sei es auf der Kochplatte, bei der Einfahrt zum Parkhaus, oder beim Aufladen unserer elektrischen Zahnbürste. Man kann es demnach fast schon als alten Hut abtun.

Auch das neue Palm WebOS bietet eine Aufladestation über Induktionsspannung, bei der man das Handy nicht mehr anschließen muss, sondern nur noch rauf legt. Was Nokia nun aber vorhat geht noch einen Schritt darüber hinaus. Mittels elektromagnetischer Strahlung, die so mir nichts dir nichts durch die Luft schwirrt, möchte das Unternehmen Handys aufladen. Dazu wird der „Elektrosmog“ (schönes Unwort, aber man weiß worauf ich hinaus möchte), der z.B. Radiowellen, TV-Sendern, dem WLAN oder anderen Quellen ausgeht anzapfen und in Strom umwandeln. Dabei wird ein System angewandt, dass dem RFID ähnlich ist. Ziel ist es so zukünftig 50 Milliwatt zu gewinnen, was nicht für eine komplette Akkuladung reicht und auch die Steckdose nicht auf Dauer ersetzen kann, jedoch die Akkulaufzeit verlängert.

Eine hochinteressante Technik, wie ich finde. Sollte nur noch geklärt werden, wie viel Energie sich damit tatsächlich gewinnen lässt und welche Beeinflussung auf die Signale davon ausgeht. Was nützt mir ein geladenes Handy, wenn mein Fernseher und das Radio rauscht und meine Empfangsqualität beim WLAN und Mobiltelefonieren leidet.

Bildquelle: nokia.de