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Elektronischer Polizeistaat

Das Chicagoer Computersicherheitsunternehmen Cryptohippie hat 52 Länder daraufhin untersucht, wie intensiv Behörden ihre Bürger überwachen und daraufhin eine Rangliste von Polizeistaaten erstellt, in der auch Deutschland vertreten ist.

Das Wort Polizeistaat wird wohl von den meisten Menschen negativ assoziiert. Das Wort wurde schon vor unzähligen Jahren geprägt und hat mit der heutigen Realität nicht mehr viel gemein. Denn der Staat überwacht unaufhörlich, leise und sogar unsichtbar seine Bürger. Über 17 Kriterien wurden von dem Unternehmen ausgewählt und mit Werten von 1-5 belegt, wobei 1 nur eine minimale Ausprägung eines Polizeistaates bedeutet. Kriterien waren dabei unter Anderem die Überwachung elektronischer Transaktionen, das Erlauben/Verbieten von Verschlüsslungen, die Erhebung von Gesundheitsdaten, oder aber auch, ob man Computer durchsuchen darf. Die Internetzensur seitens der Regierung wurde jedoch ausdrücklich ausgeschlossen.

Wenig überraschend führen China und Nordkorea die Liste an, gefolgt von Belaurs, Russland, Singapur England/Wales, USA, Frankreich und Israel. Doch auch Deutschland erreicht hier den 10. Platz, was für so manchen doch überraschend, bzw. erschreckend zumuten mag. Auf der Weltkarte wurden dann auch die Top-10 rot dargestellt, da sie in den einzelnen Kriterien mit durchschnittlichen 3 Punkten abschnitten.

Bildquelle: golem.de

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine vom britischen Innenministerium in Auftrag gegebene Studie. In der Cambridge Studie wurde aufgezeigt, dass die Kriminalitätsrate durch die installierten Kameras kaum gesunken sei, bei Gewaltverbrechen gar nicht. Lediglich vor Parkhäusern sei eine Reduzierung der Kriminalitätsrate verzeichnet worden. Großbritannien ist mit 4,2 Mio. Kameras das Land mit der weltweit höchsten Kameradichte.