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Sebstversuche bei Krankheiten – Folge 5: warmes Bier

Und wieder einmal habe ich mich selbstlos den schlimmsten körperlichen Torturen ausgesetzt, nur um zu testen, welches Hausmittel helfen kann den Schnupfen zu besiegen. Gegen all meine Prinzipien und gustatorischen Vorlieben habe ich dieses Mal warmes Bier getrunken, in der Hoffnung davon kuriert zu werden.

Warmes Bier. Schon die Vorstellung daran sträubte mir sämtliche Nackenhaare und in der Tat, es ist fürchterlich! Stellt euch ein Bier im Hochsommer vor, das Stunden damit zugebracht hat in der prallen Sonne zu brutzeln. Anschließend seid ihr gezwungen es zu trinken. Damit nicht genug, ihr „verfeinert“ den Gerstensaft auch noch mit Zucker. Im Grunde genommen ist mit schleierhaft warum man den Zucker in die Bierplörre tun muss. Meine Theorie dazu: es soll weder besser schmecken, noch hilft es tatsächlich. Vielmehr soll das Bier schneller zu Kopf steigen, so dass man im besten Fall weniger von dem Ekel beim Trinken merkt, oder aber ihn schneller wieder vergisst. Wie dem auch sei. Kurz nachdem ich das Zeug getrunken habe, bekam ich meine ersten Hitzewallungen und man fühlt sich wohl wie eine Frau in den Wechseljahren. Ich glaube ein heißes Bad hat so ziemlich dieselbe Wirkung wie warmes Bier, nur mit dem Unterschied, dass ich das Badewasser anschließend nicht austrinken muss.