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Selbstversuche bei Krankheiten – Folge 2: Nasenspülung

Da mein Trompetenkonzert auch nach dem Inhalierbad nicht besser wurde, habe ich mich dazu entschlossen eine Nasenspülung vorzunehmen. Ich war zuerst von dem Gedanken abgeschreckt mir einen Wasserstrahl durch die Nase zu jagen, doch es wurde Zeit für etwas Neues.

Beseelt von soviel Neugierde und dem sehnlichen Wunsch endlich meinen Schnupfen los zu werden stand ich nun also unter der Dusche. In der einen Hand die Nasenspülung (eine gefüllter Wasserbehälter mit Meersalzlösung und einem Auslassventil, das so wohl nie und nimmer in eine Nase gehört) und in der anderen Hand den Mut meine Nase samt Gesicht festzuhalten, um nicht von der Prozedur abzulassen. Es dauerte einige Zeit und gefühlte 5 Liter bis die Lösung meine Nase umspülte und aus dem anderen Nasenloch austrat. Natürlich nicht ohne dabei allerhand Rotz mitzunehmen und außerdem aus meinem Mund zu fließen. Da steht man nun also nackt und Wasser läuft einem aus so ziemlicher jeder Gesichtsöffnung, begleitet von einem Röcheln und mit verkniffenen Augen. Kein schöner Anblick möchte ich meinen, doch wenn es hilft! Und damit kommen wir auch schon zum Wesentlichen. Die gute Nachricht, die Nase ist danach nicht mehr so trocken und man hat das Gefühl einen Einlauf gemacht zu haben, nur eben in der Visage. Ok, bei so manchem ist das optisch zwischen Arsch und Gesicht nicht immer eindeutig unterscheidbar. Was die Spätfolgen anbelangt, so muss ich sagen, dass der Schnupfen nach wie vor ein munteres Dasein fristet.

Fazit: Wer schon immer ein Rotzpendel sehen und sich Salzwasser durch den Riechkolben schießen wollte, der ist hier bestens bedient, Würgeerscheinungen inklusive. Der Schnupfen lässt sich davon jedoch herzlich wenig beeindrucken.