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der gläserne Mensch – selbstgemacht

Es könnte fast eine Anleitung dazu werden, wie man sich selbst und seine Privatsphäre aufgibt. Es gibt Diskussionen über Nacktscanner an Flughäfen, über das BKA-Gesetz und den Bundestrojaner, der jeden Computer auf dringenden „Terror“-Verdacht ausspionieren darf. Daneben gibt es biometrische Pässe mit unseren Finger –und Irisabdrücken. Die Liste ist lang und doch scheint manchen Menschen nicht klar, wie viel sie tagtäglich von sich freiwillig und ungezwungen preisgeben. Ein interessantes Beispiel für die Unachtsamkeit und den selbst herbei geführten Datenstriptease hat die französische Zeitschrift „Le Tigre“ gebracht.

Sie hat das Profil eines unachtsamen Web-Nutzers veröffentlicht, nur indem sie seine Daten aus Youtube, Facebook und Konsorten zusammentrug und veröffentlichte. Rein zufällig wählten sie irgendeine Person im Dezember aus und sammelten seine von ihm selbst veröffentlichten Daten im Internet. Was dabei letztlich heraus kam, war nicht nur für ihn erschreckend. So wusste nun jeder Leser über seine Ex-Freundin, seine Arbeit, seine Familie und sogar seine Handynummer bescheid.

Vielleicht war das ja der richtige Weg, um deutlich zu machen, wie leichtsinnig einige mit ihren Daten, ihren veröffentlichten Fotos und Videos umgehen und wie schnell diese zum persönlichen Nachteil gereichen. Wer sich selbst mal im Netz der Netze suchen möchte, hat auch mehr Möglichkeiten, als sich nur zu googeln. Auf yasni kann man automatisch eine Suche zu seinem Namen starten, die weit umfangreicher ist. Wer kann schon sagen, was das Internet über dich alles weiß…?