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Ein Höhlenmensch auf Zeitreisen

Das Leben, dem wir tagtäglich beiwohnen ist so vollgestopft mit Wundern, die wir einfach nur nicht mehr wahrnehmen. Alltag und Routine lassen uns die Wunder der Neuzeit vergessen und den Luxus als bedeutungslos empfinden. Wie wäre es da wohl, wenn ein Höhlenbewohner dank einer Zeitreise ins unsere Zeit teleportiert würde? Was würde er den daheim gebliebenen bei seiner Rückkehr berichten?

Es ist ein unfassbares Land! Durchzogen von riesigen steinernen Höhlen, die wie Termitenhügel in den Himmel ragen und in den verschiedensten Farben leuchten. Sie kennen keine wirkliche Nacht, denn die Feuer funkeln und erstrahlen so hell, wie millionen kleiner Sonnen; doch kann man sich nicht an ihnen verbrennen. Feuerblitze, wie von Magiern geschaffen durchfluten den Schatten der Nacht. Und die Menschen erst – sie begeben sich in den Untergrund und lassen sich von riesigen, zischenden und donnernden Würmern fressen, nur um sich dann wieder an einem anderen Ort ausspucken zu lassen, während der Wurm sich weiter mit glühenden Augen durch die Erde gräbt. Doch nicht alle wollen sich von den Würmern fressen lassen. Manche verstecken sich in gläsernen Käfern, die in Schwärmen zu Tausenden brüllend hintereinander gereiht ihren Weg suchen, geführt von leuchtenden Symbolen. Doch es ist wohl ein trauriges Leben dieser Menschen. Sie alle müssen Hexer sein, denn sie reden miteinander ohne sich zu sehen, ja, ohne überhaupt in der Nähe des anderen zu sein. Sie sprechen in ihre Hände und hören stimmen aus der Luft. Auch unterhalten sie sich nicht, wenn sie zusammen sind. Stattdessen halten sie kleine Menschen und andere Kreaturen in kleinen Kisten gefangen und lassen sich von ihnen unterhalten. Sie halten kleine Wölfe bei sich zuhause gefangen und gehen mit ihnen aus ihren Höhlen und nennen es „Spazieren“. Ich weiß nicht wozu man sich freiwillig bewegen muss, wo man doch normalerweise seine Beute jagt. Stattdessen sammeln sie lieber den Kot ihrer Wölfe ein.

Es ist schon ein merkwürdiges Volk…