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Schlafen zu zweit – eine Frage der Methodik

Die meisten werden es schon erlebt haben. Man wacht mitten in der Nacht auf, da einem kalt ist. Nicht das man vergessen hätte sich zuzudecken. Nein, die Freundin oder der Freund haben heimlich still und leise, manchmal auch ruppig und laut, die Bettdecke weggezogen und beanspruchen diese nun für sich. Was tun?

Zunächst einmal ist es eine Frage der psychologischen Kriegsführung. Lässt man ein solches Verhalten durchgehen und kauert in Fötalstellung die ganze Nacht neben seiner Angebeteten, nur damit diese es warm hat, oder schlägt man zurück und bläst zum Angriff? Der einfachste Weg dem ständigen Frust aus dem Weg zu gehen, wäre zwei Decken zu haben. Doch das wäre ja nicht nur unromantisch, sondern würde auch jeglichen Spaß der Vergeltung zu Nichte machen. Daher entfällt diese Option schon einmal. Stattdessen könnte man zu beliebten Methoden, wie dem Einrollen greifen. Hierbei schnappt man sich ein Stück der besagten Decke und legt sein Körper möglichst eng daneben. Anschließend dreht man sich der Länge nach, wie eine Sardine damit ein, so dass der Partner nun keine Chance mehr hat an das Utensil heran zu kommen. Äußerst hilfreich bei Tiefschläfern und Menschen mit hoher Agressivitätstoleranz. Eine weit passivere Methode wäre es, sich parasitär an den Partner zu schmiegen, um von deren Körperwärme zu zehren. Man nimmt dann die ABC-Pflaster bzw. Löffelchenstellung ein und hofft darauf, es solange wie möglich in dieser Körperstarre auszuhalten. Auch sehr beliebt ist das priorisieren von Körperteilen. Sollte man also keine Chance haben den ganzen Körper warm zu halten, so muss man sich für die wichtigen Stellen entscheiden. Das endet dann meist in einer diagonalen Körperhaltung im Bett, wobei gerade noch die Fußspitzen ein wenig bedeckt sind, und der Rest des Körpers sich durch Liebe warm halten muss. Wem diese Methoden noch nicht weit genug gehen, der kann es auch mit gezielten Attacken gegen den Körper des Feindes zum Erfolg bringen. Getarnt als natürliche Schlafbewegung können so schon einmal Ellbogen oder ganze Arme ihren Weg ins Gesicht oder der Magengrube des Opfers finden. Bei Frauen sehr beliebt und unter der Kategorie passiv-aggressives Verhalten zu verbuchen, ist die „zufällig“ Platzierung des Hinterns zum Freund. In einer bienenähnlichen Haltung wird der Hintern dann, ähnlich dem Bienenstachel, dem Partner zugewandt und soweit die Körperphysiognomie es zulässt (teilweise auch darüber hinaus), ausgestreckt, so dass man im Grunde genommen keine Chance hat an die Decke heranzukommen ohne die Freundin zu besteigen. Ganz hartgesottene fahren sich vor dem Schlafen noch einen Döner mit extra Knoblauch ein und Atmen genüsslich tief durch den Mund kurz vorm Schlafengehen. Das sollte den Partner auf Distanz halten und für einen ruhigen Schlaf sorgen. In diesem Sinne…gute Nacht!