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Rechtliches

Der Berg ruft

[Trigami-Review]
Eigentlich bin ich ja nicht der typische Wanderer. Alles, was weiter entfernt ist, als 100m wird eher mit dem Auto angesteuert, denn zu Fuß. Doch manchmal überkommt es auch mich und die Wanderlust packt mich.

So erinnere ich mich auch gerne an die Geschichten, die ich bei meinem Letzen Wanderausflug in Österreich erlebt habe und kann es kaum erwarten, wieder einmal die Wanderstiefel aus dem Schrank zu holen und die Freiheit zu erkunden. Das letzte Mal, dass ich mit Freunden und Bekannten in der Natur war, muss in Österreich gewesen sein. Der Berg rief und wir folgten. So ging es traversen artig über mehrere Stunden den Berg hinauf. In der brennenden Hitze kein leichtes Unterfangen, welches dann auch immer wieder von kleineren Pausen durchzogen war. Doch die Mühe lohnte sich. Denn nach all den Strapazen wartete eine gemütliche Hütte auf uns, die all das bieten sollte, was man sich von einem solchen Tag wünscht. Eine Stelle zum Holz hacken, um es sich abends gemütlich vor dem Kamin zu machen. Rustikale Betten, die einem das Erlebnis näher brachten, wie wohl schon vor 100 Jahren die Leute hier gelebt hatten. Auch das Essen war typisch für diesen Tag. So gab es ein großes Stück Schinken, von dem man sich immer nach Gutdünken etwas abschneiden konnte und auf das ofenwarme Brot tat oder direkt verschlang. Es war eine unbeschwerte Zeit, in der man sich der Natur näher fühlte und fernab des urbanen Stresses. Auch die Aussicht war grandios und wir konnten ein ganzes Tal überblicken. Nicht zu vergessen die sternenklare Nacht, bei der ich wohl zum ersten Mal die Milchstraße tatsächlich sehen konnte und fortan wusste, warum diese so hieß. Kein Städter wird den Himmel je so klar sehen können und die Abermillionen Sterne erahnen, die sich dort oben befinden. Es fehlte nur noch die vorbeirauschende Sternenschnuppe um das Bild perfekt zu machen.

Doch auch der Abstieg sollte noch seine Freude mit sich bringen. Brauchten wir für den Aufstieg noch gut fünf Stunden, so war der Abstieg innerhalb von anderthalb Stunden vollbracht. Möglich machte es ein kleiner Trampelpfad mit einem nicht ungefährlichen, dafür aber umso spannenderem Gefälle. Man konnte förmlich mehrere Meter weit hinab fliegen und so überbrückte man die Höhe spielerisch. Immer wieder musste man sich dabei an Bäumen und Pflanzen fest halten, um den rasanten Abstieg etwas zu bremsen. Es war fantastisch und rundete das Erlebnis der Wanderung grandios ab.

Ich freue mich schon auf die nächste Wanderung und bis gespannt, was diese alles bieten wird.