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US-Senat bewilligt 612,5 Mrd. Dollar für den Militäretat im Haushaltsjahr 2009

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Der US-Senat bewilligt 612,5 Mrd. US Dollar für das Militär im Haushaltsjahr 2009. Das ist fast soviel, wie Australien, Mexico, die Schweiz oder ganz Afrika zusammen als BIP zur Verfügung haben (Stand 2004).

In einer Zeit, da eine Wirtschaftskrise sich mehr und mehr auszuweiten droht. Wo „Ike“ als Hurrikan von nebenan halb Texas in Schutt und Asche legt und man in den USA statt Bücher lieber Metalldetektoren für Schulen kauft, ist es doch geradezu zynisch soviel Geld für das Militär auszugeben. Nicht das man das nicht brauchen würde. Schließlich muss man ja einen „provozierten“ Krieg gegen den Irak führen bzw. die Wiederaufbaumaßnahmen für die Ölpipelines überwachen…eeh städtische Infrastruktur meine ich natürlich. Nicht zu vergessen, dass sie noch Terroristen wie die Taliban in Afghanistan jagen muss, leider bisher mit mäßigem Erfolg, aber deswegen stockt man ja auch mit 612,5 Mrd. Dollar auf. Problematisch ist dabei die Tatsache, dass diese Terroristen die eigenen Soldaten mit Waffen beschießen, die sie von den USA zuvor gekauft haben. Und sollte man nun tatsächlich nicht mehr aus der selbst fabrizierten Wirtschaftskrise heraus kommen, da man sein ganzes Geld lieber in den Militäretat steckt, statt es in Bildung oder ins Sozialwesen zu investieren, bleibt immer noch die Alternative erneut ein Land (z.B. Nordkorea) aus ökonomischen Gründen anzugreifen.

Natürlich polemisiere ich, und das Militär mag bis zu einem gewissen Zweck auch wichtig sein. Doch mehr als eine halbe Billion in diesen Etat zu stecken, dafür aber immer weniger für Umwelt, Infrastruktur und Bildung auszugeben und nebenbei noch 482 Mrd. Dollar Haushaltsdefizit anzuhäufen ist schon recht makaber.