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Gattungsschuld im Alltag – Lidleinkauf auf „juristisch“

Wenn man mal wieder so richtig im Lidl Supermarkt auftrumpfen will, dann führt kein Weg daran vorbei die Aushilfskassiererin mit juristischen Fachbegriffen zu verwirren.

Also ab an die Gemüsetheke, eine Schüssel Strauchtomaten geschnappt und dann schon schelmisch grinsend in die Schlange vor der Kasse gestellt. Wenn man dann nach gefühlten Stunden endlich an der Reihe ist, wird ganz trocken gesagt, dass man diese vertretbare Sache gerne käuflich erwerben möchte. Sollte das nicht gereicht haben, um einen hilflosen bis fassungslosen Gesichtsausdruck bei der Kassiererin hervor zu rufen, so fügt man einfach noch an, dass man seine Gattungsschuld hier in eine Stückschuld wandeln möchte. Spätestens jetzt sollte man sich jedoch mit der Bezahlung beeilen, da man ansonsten schon mal von den Leuten mit der Jacke abgeholt werden könnte…;)

Gattungsschuld: bestimmt zwischen zwei Parteien die Eigenschaften eines bestimmten Leistungsgegenstandes (in unserem Fall: Tomate, rot, an ’nem Strauch)
Stückschuld: verwandelt die Gattungsschuld in eine Stückschuld, da man spätestens an der Kasse genau diese paar Tomaten kaufen möchte
vertretbare Sache: eine Sache ist vertretbar, wenn sie beweglich ist und im Verkehr nach Zahl, Maß oder Gewicht bestimmt wird