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BSR-Werbung: Wie zuhause. Nur größer – Verdrehung von Tatsachen

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Viele von euch kennen sie bereits, die nett gemachte BSR-Werbung: Wie zuhause. Nur größer. Eine nett gestaltete Kampagne für die Stadtreinigung, in der liebevoll dargestellt wird, wie Männer die Straßen und Wahrzeichen Berlins putzen, schrubben und tätscheln. Doch wo ist der Fehler im Bild?

Ihr werdet es schon erraten haben…Männer machen sauber?! Überhaupt ist die Stadtreinigung eine Männerdomäne. Wie kann das sein? Eine sonst von Frauen dominierte Tätigkeit, immerhin sind sie mit ihren kleineren Händen, die überall rankommen, von Natur aus prädestiniert zu putzen. Das wäre in etwa so, wie eine Autotuningwerkstatt, in der nur Frauen schrauben würden. Sicher, für einige mag damit ein Lebenstraum in Erfüllung gehen, doch ist es nicht wider die Natur? Da können ja gleich zukünftige Maniküresalons von tätowierten Rockern geführt werden und Bergbauarbeiter sind demnächst nur noch „Kumpelinen“. Es ist eine bizarre Welt.

Doch man kann natürlich auch die vermeintlichen Vorteile sehen. Männer können neuerdings rosa Hemden tragen, ohne befürchten zu müssen „aufs Maul“ zu bekommen. Die weibliche Jugend von heute läuft ja eh schon ständig in schlabbernden Jogginghosen rum, und Männer hingegen tragen hautenge Röhrenjeans. Demnächst werden sich Männer schminken (hierbei zählt noch nicht mal der Abdeckstift, der wahrscheinlich eh schon benutzt wird) und Frauen lassen ihren Damenbart stehen. Dann wird nicht mehr mit die Schwanzlänge geprahlt, sondern über die Länge der Winpern, dank der neuen Wimperntusche. Es wird nicht mehr mit Bier zum Fußball angestoßen, sondern es gibt ein Gläschen Prosecco beim Synchronschwimmen.

Doch all dies kann man noch abwenden. Ich sage: „Stellt mehr Frauen zum Putzen ein!“