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Das Informationszeitalter – wie die Internetgesellschaft Wissen schafft

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Wir leben in einer Zeit, wo Informationen ein Gut darstellen, dass in bares Geld verwandelt werden kann. Für jeden leicht nachvollziehbar ist der Vorteil desjenigen, der an Informationen gelangt und sie sein Eigen nennen kann. In dieser Welt des Informationshandels gibt es aber noch eine andere, treibende Kraft. Ein Gedanke, Zyniker würden es eine Illusion nennen, der Menschen dazu inspiriert miteinander und untereinander Wissen zu vermitteln – ohne monetäre Gegenleistung!

Big Player wie Google oder Spiegel online bilden dabei die eine Seite, die des zentralen Anbieters von Informationen. Wissen oder Nachrichten, die für jeden frei zugänglich sind. Klar ist, dass diese Institutionen nicht alleine aus altruistischen Beweggründen handeln. Es steckt kaufmännisches Kalkül dahinter und besonders im Fall Google zeigt sich, wie lukrativ das sein kann. Dennoch sind die Angebote kostenlos und bekräftigen daher das Vorgehen und die Anerkennung in der Internetgemeinde.
Auf der anderen Seite stehen dann noch Größen à la Wikipedia, Yahoo, Linux und weitere Portale des Wissens. Wikipedia als das Vorzeigeprojekt, wenn es um das Zusammenarbeiten von Menschen geht. Hier wird aus freien Stücken und ohne Gegenleistung von fähigen Leuten Wissen zusammen getragen, um es von der Internetgesellschaft für die Internetgesellschaft verfügbar zu machen (Anm am Rande: in näherer Zukunft soll vom Brockhaus Verlag auch eine gedruckte Version erscheinen). Die Ambitionen gehen aber noch weiter. Yahoo Clever, wo Fragen der User von Usern direkt beantwortet werden, oder Frag-Mutti sind weitere Beispiele, wie sich Informationen verbreiten können. In eine Ähnliche Richtung schlägt auch das Unterfangen Linux. Angefangen hat es mit der Idee eines Einzelnen (Linus Torvald), heute stehen in verschiedenen Derivaten (bspw. Ubuntu) ganze Betriebssysteme zur Verfügung, die allesamt für Jedermann frei Verfügbar sind und ständig von fähigen Menschen weiterentwickelt werden.

Man stellt sich evtl. die Frage: „Warum machen Menschen so etwas?“ Die Antwort, die mir dann spontan in den Sinn kommt, könnte populistischer kaum sein, zeigt aber auch, wie jeden Tag etwas Gutes geschaffen wird. Denn, wenn Menschen Know-How, Zeit und Motivation in etwas stecken, von dem sie selber keinen Vorteil genießen, dann muss einem unweigerlich der Gedanken kommen, dass Selbstlosigkeit oder die Freude am Helfen mehr sind als bloße Worte.