Was ehemals, als durchaus überzeugendes Sendeformat startete, mutiert nun zunehmend zur Marketingmaschinerie und zeigt sich wenig originell. Wo Germany’s Next Topmodel in der 1. Staffel noch Lena Gercke ohne Zweifel eine gute Figur machte, ist in der 3. Staffel wenig Überzeugendes zu finden und man möchte fast fragen, wo sind denn all die deutschen Schönheiten abgeblieben?
Kann es wirklich sein, dass die uns in der Sendung vorgestellten Frauen, wirklich das Beste sind/waren aus mehr als 10.000 Bewerberinnen, ist das schon das höchste erreichbare Niveau, das Nonplusultra? Ich möchte natürlich niemandem zu nahe treten, doch kann ich mir nicht vorstellen, dass eine der gezeigten Mitbewerberinnen wirklich das Zeug zum Topmodel hat. Sicher, sind viele von ihnen schlank, wenn nicht gar zu schlank, doch will der Zuschauer wirklich so etwas sehen? Abgemagerte Frauen ohne wirkliches Profil oder andere ansprechende äußere Werte? Ich denke die Gratwanderung zwischen dem, was das vermeintliche Modelbusiness verlangt, und dem was allgemein hin als schön gilt, wurde in dieser Staffel eindeutig verfehlt. Hinzu kommt, die immer gleichwährend selbe Masche der hässlichen-Entlein-Methodik. Eine offensichtlich nicht konkurrenzfähige Frau wird auserkoren und in den Folgen als eigentlich wunderschön verkauft, nur damit sich kurz vor Schluss heraus stellt, dass sie es wohl doch nicht zur Gewinnerin schafft, man aber voll Stolz verkünden kann: „Seht welches Potential wir sahen und geschaffen haben!“ Ein Spiel, das nicht nur langweilig wird, sondern auch ethisch umstritten ist.
Doch solange es genügend Zuschauer gibt, solange wird uns dieses Sendeformat wohl noch im alltäglichen TV-Alltag begleiten.
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