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Datenschutz & der elektronische Fingerabdruck, Schäuble im Fadenkreuz des CCC

Soll man es ausgleichende Gerechtigkeit nennen oder nur für einen kleinen Scherz halten? Was der CCC vor kurzem getan hat, ist zumindest aufsehenerregend und wird von so mancher Seite als verwerflich erachtet.

Doch was genau ist passiert? Der CCC hat Hrn. Schäubles Fingerabdruck ergattert und ihn in seiner neusten Ausgabe „Datenschleuder“ publiziert, samt einer Anleitung wie man diesen mit etwas Geschick auf die eigene Fingerkuppe bringen kann. Im Grunde genommen ist es der Protest gegen die massive Datenerhebung des Staates und das ständige Eindringen in unsere Privatsphäre, durch beispielsweise biometrische Pässe und dergleichen.

Der eigentliche Witz liegt aber nunmehr im Gebaren des Innenministeriums. So ist scheinbar die Datensammlung völlig legitim, solange die eigenen Belange damit gefördert werden. Wenn nun aber jemand anderes auf die Idee kommt, genau das Gleiche zu machen, so wird geprüft ob man dies nicht mittels einer Klage ahnden kann. Setzt man das noch vor den Hintergrund, dass Hr. Schäuble ja angeblich jedem seinen Fingerabdruck zur freien Verfügung stellen würde und ihn diese Aktion nicht beunruhige, stellt sich die Frage: „Warum wird denn dann überhaupt geprüft, ob man klagen könnte, wenn es doch niemanden stört?“ Ist Datenschutz also nur Staatsangelegenheit, bzw. dessen Vorrecht?

Weiterführende links im Spiegel:
Hackerclub veröffentlich Schäubles Fingerabdruck
Innenministerium prüft Schritte gegen Schäuble-Hacker