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Disneys The Commons – International Program

Ihr sucht einen Ausweg aus der Normalität und der täglichen Monotonie? Die Verheißung des Fremden und ein Jahr im Ausland sind reizvoll? Dann verspricht euch Disney als Cultural Representative im deutschen Biergarten und den Commons das geeignete Umfeld. Wie genau das International Program dann vor Ort aussieht, erfahrt ihr, wenn ihr weiter lest.

Welche Motivation auch immer dahinter gesteckt haben mag, ob die Flucht vor einem bisherigen Leben, die Lust an der Neuentdeckung, falsche Versprechungen oder aber einfach mal „die Sau raus lassen“. Einige wurden schnell verworfen und andere weit übertroffen.
Es ist schnell getan, Bewerbung abgeschickt mit der fadenscheinigen Begründung, man wolle ein neues Land bzw. eine neue Sprache kennen lernen und Erfahrungen sammeln und ehe man sich versieht wurde man angenommen und sitzt im Vorstellungsgespräch mit unzähligen anderen Disneyrekruten. Unbegründete Nervosität beim persönlichen Gespräch ist vorprogrammiert, wird aber schnell verworfen, dank unglaublich (amerikanisch, indoktrinierter, übertriebender) Lockerheit. Um es kurz zu machen, nicht angenommen zu werden, bedarf schon einer sehr debilen Geisteshaltung, die selbst einfachste Befähigung an körperlicher Ertüchtigung verhindert. Wer also Schulenglisch stammeln kann, ist fast schon angenommen.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten angekommen, sind dann schnell die ersten Illusionen verflogen. Das Verbessern der sprachlichen Kompetenz reduziert sich dann auf Sätze wie: „Welcome to the Biergarden!“ oder „Are your boobs real?“. Die eigentliche Sklavenarbeit in Epcot wird überschattet von der Monotonie, der man doch eigentlich entfliehen wollte und lässt sich dann am Abend nur mit Alkohol ertragen. Als wirklich schlimm wird das aber nach einem Monat nicht mehr empfunden, denn wie jeder weiß verbindet Alkohol. Gepaart mit jeder Menge Mottopartys, stumpfen Anmachen und einem unfassbaren Erfolg bei der „Partnersuche“, sind die Commons ein Hort der Freude und Glückseligkeit.
Es mag sich primitiv anhören und wenig berauschend, ist aber in seiner einzigartigen Kombination ein El Dorado, jedoch nicht auf unbestimmte Zeit. Denn obwohl das Geld in Strömen fließt (ich übertreibe hier nicht) und die größte Sorge das Finden der nächsten Party ist, stößt auch dieses Leben an seine Grenzen. Erhöhte Leberwerte oder der rapid ansteigende Verlust an Hirnmasse sind nur einige Indizien dafür, dass der Spaßzenit überschritten ist.

Es ist das Suchen der Balance, zwischen all den Reisen, die man machen kann. Neue Leute kennen lernen und sein Leben grundsätzlich anders gestalten, als es einem so bisher in den Sinn gekommen wäre. Keine Geldprobleme zu haben und jeden Tag feiern, wenn man möchte. Auf der anderen Seite ist es gerade dieses Leben in einer Blase, dass einem die Sicht aufs wahre Leben irgendwann unmöglich macht bzw. ein Zurückgleiten in eine Zeit nach den Commons erschwert. Das Jahr kann den Charakter formen oder ihn ruinieren, dass muss jeder für sich selbst rausfinden.

Wer nun neugierig geworden ist, findet eine Schritt für Schritt Anleitung zur Bewerbung: Die Commons, Arbeiten in Disneys International Program, Ein How-To zur Bewerbung

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